Der AHCC: die Geschichte eines japanischen Pilzes, der den Streit um das Immunsystem neu entfacht

Lange bevor die Medikamente in Erscheinung getreten sind, wussten die Menschen die Eigenschaften der Elemente der Lebewesen zu nutzen, um sich zu behandeln. Einige Pilze wurden zum Beispiel verwendet, um die Abwehrkräfte zu stärken.

 

Tausende Jahre später erklärt die Wissenschaft die Erfahrung der Alten für gültig: die Studien stellen heute unter Beweis, dass die Pilze, vor allem die der Shii-Take Familie, tatsächlich fähig sind, die Kapazität des Immunsystems zu erhöhen1-5. Und im Rennen um das Verständnis der Mechanismen sind die Forscher nicht mehr sehr weit vom Ziel entfernt. Eine neue Studie bezüglich dem AHCC, dieses natürliche japanische Supplement auf der Grundlage von Pilzen, hat es ermöglich, klarer die immunstimulierenden Effekte der Lebewesen, die in unseren Wäldern wohnen, zu sehen …

 

Ein Extrakt aus Pilzen, um das Immunsystem zu stärken

Der AHCC (Active Hexose Correlated Compound) ist ein Pilzextrakt der Familie der Basidiomyzeten, die zu 74 % aus Oligosaccharidketten besteht. Er ist Bestandteil der natürlichen Immunstimulanzien: dies bedeutet, dass seine Bestandteile fähig sind, die Immunantwort des Organismus gegenüber den äußeren Aggressoren oder Krebszellen zu verbessern. Wenn man ihn konsumiert, ermöglicht man es folglich theoretisch seinem Immunsystem, sich wirksam den Angriffen, denen es ausgesetzt ist, zu widersetzen. Gegenüber dem Grippevirus kann ein solcher Konsum zum Beispiel ausreichend sein, um schneller die Eindringlinge zu verjagen, die Infektion zu vermeiden oder deren Schwere zu reduzieren. Gegenüber schwereren Krankheiten, wie Krebs, kann eine bessere Immunität langfristig das Schicksal auf die gute Seite wenden: die Heilung hängt manchmal von sehr wenigen Sachen ab … Wie zum Teufel schaffen das seine Moleküle? Das ist eine Frage, die die Forscher sehr lange Zeit perplex gemacht hat, die aber heutzutage fast aufgeklärt ist.

 

Die Polysaccharide des AHCC erhöhen die Wirksamkeit der NK-Zellen der Lymphozyten

Die Forscher haben festgestellt, dass die langen Zuckerketten des AHCC die Rekrutierung, die Aktivität und die Wirksamkeit von ganz besonderen Zellen erhöht haben: der NK-Zellen der Lymphozyten6 (für Natural Killers, anders gesagt natürliche Killer). Das sind Zellen, die von der Geburt bis zum Tod eines Menschen gleichbleiben: sie passen sich nicht den Eindringlingen, auf die sie treffen, an. Ihre hauptsächliche Mission ist es, alle Zellen, die ihnen auf ihrem Weg begegnen, zu töten. Man sagt, dass sie die ersten Bollwerke der Immunität sind: der Wachposten. Zum Glück sind sie fähig, ihresgleichen wiederzuerkennen, dank spezifischen Membranrezeptoren, und in diesem Fall hemmen sie ihre zerstörerische Wirkung. Die zerstörenden chemischen Substanzen, die sie beinhalten (Perforin, Granzym, Serglycin) werden so auf wertvolle Weise für die anderen Zellen aufbewahrt, die, die fremd sind oder so anormal, dass sie als fremd erscheinen7. Dies ist vor allem der Fall der Tumorzellen, deren Zellmembranen häufig anormale Charaktere präsentieren. Wenn diese Anomalitäten ausreichend zahlreich sind, entscheiden sich die NK-Zellen der Lymphozyten, sie anzugreifen. Sie sind ebenso fähig, die Zellen wiederzuerkennen, die mit den Antikörpern verbunden sind, ein Zeichen dafür, dass andere Immunzellen sie als beunruhigend identifiziert haben. Das Schicksal, das ihnen reserviert ist, ist genauso fatal. In diesem Bereich sind sie folglich auf jeden Fall die ersten Bollwerke der Immunität. Aber man sollte sie nicht mit der ersten Linie von Soldaten vergleichen, die sich mit gesenktem Kopf opfern, ohne zu überlegen. Die NK-Zellen machen viel mehr als das. Sie haben vor allem die Aufgabe, die chemischen Botenstoffe, die Zytokine (Interferon-y, TNF-β, TNF-β, GM-CSF, IL-10, und IL-13) abzusondern, die die Gesamtheit der anderen Bestandteile der Abwehrkräfte des Körpers koordinieren, regulieren oder rekrutieren8. In anderen Worten sind sie es, die die Befehle geben und sie ausführen lassen!

Durch die Absonderung des IFN-γ aktivieren sie die Makrophagen, die als Antwort Moleküle produzieren, wie das Stickstoffmonoxid, das für seine zerstörenden Effekte auf die pathogenen Organismen bekannt ist.

Durch die Absonderung des TNF-β und der FAS-Proteine induzieren sie den Tod der Tumorzellen.

Sie begünstigen auch die Reife und die Aktivierung der dentritischen Zellen, der Makrophagen und der T-Lymphozyten, andere wichtige Immunzellen.

Es handelt sich folglich um eine fundamentale Einheit, dessen Kohäsion, Qualität und Anzahl über den Ausgang eines Kampfes oder eines Krieges entscheiden kann.

Ein spezifischer Effekt des AHCC gegen den Krebs

Aber die bei dem AHCC von den Forschern beobachteten positiven Wirkungen gegenüber dem Magenkrebs, Dickdarmkrebs, Eierstockkrebs oder noch Leberkrebs lassen sich nicht nur durch die Stimulierung der Immunität und der gesteigerten Überwachung der NK-Zellen der Lymphozyten gegenüber den Tumorzellen erklären. In der Realität interferieren die Polysaccharidketten des AHHC direkt mit einem Mechanismus, der in die Entwicklung von Krebs impliziert ist.


Am Anfang dieses Mechanismus findet man den Transkriptionsfaktor STAT3, ein Proteinkomplex, der sich frei im Zytoplasma der Zellen bewegt und der völlig harmlos ist. Aber wenn sich bestimmte chemische Botenstoffe auf ihn heften, ist der Faktor STAT3 fähig, in den Kern einzudringen, um bestimmte Gene zu aktivieren, die bis dahin noch nicht zum Ausdruck gebracht wurden. Diese Gene besitzen die Fähigkeit, die Zellen am Sterben zu hindern, indem sie den normalen Prozess des Alterns deaktivieren, aber auch, indem sie den Widerstand gegenüber den NK-Zellen der Lymphozyten, die sie zu zerstören wünschen, erhöhen. Es ist folglich keine Überraschung, diese überexprimierten Gene bei Krebserkrankungen zu sehen: indem sie den Tumorzellen eine Kraft der Unbezwingbarkeit verleihen, sichern sie die Proliferation und die Unsterblichkeit des ganzen Tumors9.


Um zu vermeiden, die Krebszellen unsterblich und resistent gegenüber den Immunzellen zu machen, müsste man folglich den Transkriptionsfaktor STAT3 daran hindern, die Gene, die ihm entsprechen, zu aktivieren. Entweder, indem man diesen Faktor daran hindert, in den Kern einzudringen oder indem man die spezifischen chemischen Botenstoffe daran hindert, sich auf ihn zu heften, um ihn zu aktivieren. Aber genau das machen die α-1,4-Glucanketten des AHHC10. Dank ihrer Wechselwirkung mit einer Proteinfamilie, den SHP-1, sind sie fähig, den Transkriptionsfaktor zu hemmen und sich so der Entwicklung von Krebs zu widersetzen.

Ein Unterschied, der schwer ins Gewicht fallen kann

Durch die Erhöhung der Anzahl und der Toxizität der Natural Killers und anderer Immunzellen, aber auch, indem er mit dem Mechanismus interferiert, der dazu beiträgt, die Krebszellen unsterblich zu machen, ist der AHCC ein Supplement, das ernsthaft bei Immunschwächen in Erwägung gezogen werden sollte, aber auch im Fall eines hartnäckigen Kampfes gegen die Krankheit (wie der Krebs).
Wenn ein Kampf schwer zu gewinnen ist, kann der kleinste Vorteil am Ende den Unterschied machen. Und der Vorteil für das Immunsystem, der durch den AHHC verliehen wird, ist weit davon entfernt, unerheblich zu sein … Nachfolgend die Personen, die von seiner Verwendung gewinnen würden, um die Qualität ihrer Immunantworten zu verbessern:

  • Die Personen, die einem Kampf gegen den Krebs ausgesetzt sind.
  • Die Personen, die schlecht oder wenig schlafen.
  • Die Personen, deren Ernährung nicht reich genug an Mikronährstoffen ist.
  • Die gestressten Personen.
  • Die Personen, die rauchen oder einen bedeutenden Alkoholkonsum aufweisen.
  • Die Personen, die täglich Schadstoffen ausgesetzt sind.
  • Die Personen, deren Immunsystem durch das Alter oder eine Krankheit geschwächt ist.
  • Die Personen, die ihre Chancen maximieren möchten, sich keine winterlichen Infektionen (Gastroenteritis, Erkältung, Grippe, usw.) zuzuziehen.

 

Quelle: Nutranews

 

Literaturverzeichnis:
1. Burikhanov, R. B., Wakame, K., Igarashi, Y., Wang, S., and Matsuzaki, S. Suppressive effect of active hexose correlated compound (AHCC) on thymic apoptosis induced by dexamethasone in the rat. Endocr.Regul. 2000;34(4):181-188.
2. Gao, Y., Zhang, D., Sun, B., Fujii, H., Kosuna, K., and Yin, Z. Active hexose correlated compound enhances tumor surveillance through regulating both innate and adaptive immune responses. Cancer Immunol.Immunother. 2006;55(10):1258-1266.
3. Ritz, B. W., Nogusa, S., Ackerman, E. A., and Gardner, E. M. Supplementation with active hexose correlated compound increases the innate immune response of young mice to primary influenza infection. J Nutr. 2006;136(11):2868-2873.
4. Aviles, H., O'Donnell, P., Sun, B., and Sonnenfeld, G. Active hexose correlated compound (AHCC) enhances resistance to infection in a mouse model of surgical wound infection. Surg.Infect.(Larchmt.) 2006;7(6):527-535.
5. Ritz, B. W. Supplementation with active hexose correlated compound increases survival following infectious challenge in mice. Nutr.Rev. 2008;66(9):526-531.
6. Ye SF, Ichimura K, Wakame K, Ohe M. Suppressive effects of Active Hexose Correlated Compound on the increased activity of hepatic and renal ornithine decarboxylase induced by oxidative stress. Life Sci 2003;74:593-602.
7. Moretta, L., et al., Allorecognition by NK cells: nonself or no self? Immunol Today, 1992. 13(8): p. 300-6.
8. Vivier, E., et al., Functions of natural killer cells. Nat Immunol, 2008. 9(5): p. 503-10.
9. Cai L, Zhang G, Tong X, You Q, An Y, et al.: Growth inhibition of human ovarian cancer cells by blocking STAT3 activation with small interfering RNA. Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol 148, 73–80, 2010.
10. Jin Young Choi, Seul Lee, Sun-Mi Yun, Dong Hoon Suh, Kidong Kim, Jae Hong No, Eun-Hwan Jeong & Yong Beom Kim (2017): Active Hexose Correlated Compound (AHCC) Inhibits the Proliferation of Ovarian Cancer Cells by Suppressing Signal Transducer and Activator of Transcription 3 (STAT3) Activation, Nutrition and Cancer, DOI: 10.1080/01635581.2018.1380203