AHCC - der Shiitake Pilz mit enormem Heilwirkungen #2

Ob Erkältung, Migräne oder schwere Erkrankungen wie Krebs oder AIDS: Der Shiitake kann in all diesen Fällen eingesetzt werden. Er stärkt das Immunsystem und bekämpft Bakterien, Viren sowie Tumorzellen. Sein Spezialgebiet ist jedoch der Krebs – und hier ganz besonders der Gebärmutterhalskrebs.

 

Shiitake stärkt das Immunsystem

In China und Japan wird der Shiitake heute immer dann eingesetzt, wenn Krankheiten infolge eines geschwächten Immunsystems ausgelöst oder verstärkt werden, so z. B. bei

  • Allergien
  • Candida
  • Grippe
  • Erkältungskrankheiten
  • Krebs
  • AIDS bzw. HIV

Die Heilwirkung des Shiitake scheint also insbesondere auf einer Anregung des Immunsystems zu beruhen. Auf diese Weise können dann Pilze, Parasiten, Bakterien und Viren von körpereigenen Abwehrmechanismen bekämpft werden.

Zusätzlich soll der Shiitake die Verbreitung und Ansiedlung der genannten Organismen aber auch auf ganz direkte Weise hemmen, wodurch seine Wirksamkeit natürlich noch erhöht wird. Dabei spielen vor allem die Polysaccharide im Shiitake eine große Rolle. Dazu zählt das Beta-Glucan Lentinan, das im Fruchtkörper und dem Myzel des Shiitake steckt. Laut amerikanischen und asiatischen Wissenschaftlern zählt Lentinan zu den wirksamsten Aktivatoren des Immunsystems. Ja, es ist gar so wirksam, dass es selbst bei der Immunschwäche AIDS zum Einsatz kommt.

 

Shiitake hilft HIV-Patienten

In einer klinischen Studie wurden HIV-Patienten mit einer Kombinationstherapie aus dem AIDS-Medikament Didanosin und dem Shiitake-Wirkstoff Lentinan behandelt. Bei einer Infektion mit dem HI-Virus verringert sich nach einer gewissen Zeit die Anzahl der sogenannten CD4-positiven Zellen (Immunzellen). Die Steigerung der Zahl dieser Zellen ist daher ein wichtiges Ziel einer jeden HIV-Therapie. Während in der genannten Studie nun durch die alleinige Gabe von Didanosin der Anstieg dieser Zellen nur bis zu 14 Wochen signifikant war, blieb der hohe Level der Immunzellen bei der Kombinationstherapie bis zu 38 Wochen bestehen. Diverse Versuchsreihen haben außerdem gezeigt, dass das Lentinan aus dem Shiitake im Organismus aber auch die Bildung vieler anderer spezialisierter Immunzellen fördern kann, wie z. B. Killerzellen, T-Helferzellen und Fresszellen. Außerdem wird die Ausschüttung von körpereigenen Botenstoffen angeregt, die gegen Viren und Tumorzellen agieren – womit wir bei einem weiteren Spezialgebiet des Shiitake Pilzes wären: dem Krebs.

 

Shiitake: Heilwirkung bei Krebs

Im Jahre 1969 führten Forscher am National Cancer Center Research Institute in Tokio mit dem Shiitake zum ersten Mal einschlägige wissenschaftliche Studien durch. Die Ergebnisse zu den Heilwirkungen des Pilzes bei Krebs waren derart bahnbrechend, dass der Shiitake in Japan heute an 8. Stelle aller Arzneimittel rangiert, die am häufigsten zur Krebsbehandlung eingesetzt werden. Einerseits kann der Inhaltsstoff Lentinan dem Körper dabei helfen, die Krebszellen schneller zu orten und zu zerstören. Andererseits soll der Presssaft aus dem Shiitake das unkontrollierte Wachstum von Tumorzelllinien hemmen. Der Presssaft kann im Handel z. B. in Form von Tabletten oder Trinkampullen gekauft werden. Zudem konnte beobachtet werden, dass die Zahl der Metastasen geringer ausfiel und die Wirkung der Strahlentherapie sowie der Antikörpertherapie verstärkt wird. In Japan wird Lentinan in der Krebstherapie in der Regel gespritzt. Der Wirkstoff kann zwar auch oral aufgenommen werden, wenn der frische Pilz gegessen wird, allerdings in einem geringeren Maß.

 

Magenkrebs: Shiitake verlängert das Leben

Wenn sich eine Magenkrebserkrankung bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befindet und sich der Tumor auf angrenzende Organe ausgebreitet hat, können leider nur wenige Betroffene mit einer Heilung rechnen. Dies liegt z. B. daran, dass manche fortgeschrittenen Tumoren als inoperabel gelten. Selbst wenn die Heilungschancen sehr gering sind, wird vonseiten der Schulmedizin oft noch eine kombinierte Behandlung aus Bestrahlung und Chemotherapie empfohlen. In einer klinischen Studie mit 89 Patienten mit inoperablem Magenkrebs wurde eine Gruppe nur mit Chemotherapie behandelt, während die andere Gruppe zusätzlich Lentinan aus dem Shiitake gespritzt bekam. Die Untersuchungen ergaben, dass die Überlebenszeit mithilfe von Lentinan deutlich erhöht werden konnte. Weitere Studien zeigten auch in Bezug auf Brustkrebs, Prostatakrebs und Darmkrebs, dass Lentinan das Leben selbst bei einer schlechten Prognose verlängern kann. Neben Lentinan gibt es natürlich zahlreiche weitere Wirkstoffe im Shiitake Pilz wie z. B. das cholesterinsenkende Eritadenin oder das Alpha-Glucan AHCC (Active Hexose Correlated Compound), das ebenfalls antitumorale Eigenschaften aufweist, was sich insbesondere beim Gebärmutterhalskrebs bewährt hat.

 

Shiitake: Heilwirkung bei Gebärmutterhalskrebs

Wissenschaftler von der University of Texas haben die Heilwirkung des Shiitake auf Gebärmutterhalskrebs untersucht und dabei herausgefunden, dass das im Pilz enthaltene AHCC die Bildung von natürlichen Killerzellen, Fresszellen und Immunbotenstoffen fördert. Unter AHCC wird eine einzigartige Mischung aus Mehrfachzuckern, Aminosäuren und Mineralien verstanden, wodurch die Kraft der körpereigenen Killerzellen in kürzester Zeit um bis zu 900 (!) Prozent erhöht werden kann. Außerdem ist AHCC in der Lage Viren direkt abzutöten. Da der Gebärmutterhalskrebs höchstwahrscheinlich durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst wird, kann sich der Shiitake auf diesem Gebiet in zweifacher Hinsicht als sehr hilfreich erweisen. Weitere interessante Details zur Heilwirkung des Shiitake Pilzes bei Gebärmutterhalskrebs erfahren Sie unter: Shiitake-Pilz besiegt Gebärmutterhalskrebs.

 

Shiitake: Was ist bei der Anwendung zu beachten?

Der frische Shiitake ist z. B. auf Wochenmärkten oder im Supermarkt erhältlich. Des Weiteren können Sie auf getrocknete Pilze zurückgreifen, die vor der Zubereitung in Wasser gelegt werden müssen, bis sie aufquellen. Das Pilzpulver eignet sich hingegen gut, um einen Tee zuzubereiten oder Suppen sowie Eintöpfe zu würzen. Zudem werden Shiitake-Präparate auch als Kapseln bzw. Tabletten angeboten. So wird z. B. der Pilzextrakt, der auch als "LEM" (Lentinula edodes Myzel) bezeichnet wird, meist in Kapselform eingenommen. Ob zur Medikation nun besser getrocknete Pilze, Extrakte oder Pilzpulver geeignet sind, ist umstritten. Es steht allerdings fest, dass im Shiitake-Extrakt die prinzipiellen Wirkstoffe rund 20-fach konzentriert sind und dass in fast allen relevanten wissenschaftlichen Studien Extrakte zur Anwendung gekommen sind. Dafür zeichnen sich getrocknete Pilze bzw. Pilzpulver aus dem ganzen Fruchtkörper aber dadurch aus, dass darin das gesamte Spektrum an Biovitalstoffen enthalten ist. Deshalb wird oft empfohlen, sich auf die Einnahme von Extrakten zu konzentrieren und diese mit getrocknetem Pilzpulver zu kombinieren. Auf diese Weise ist es möglich die positiven Eigenschaften beider Rohstoffqualitäten zu nutzen.

 

Shiitake: Die Dosierung

Da der Shiitake in Europa noch nicht als Arzneimittel eingestuft wurde und somit lediglich als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich ist, liegen in Bezug auf die Dosierung die unterschiedlichsten Angaben vor. Der Mykologe Professor Jan Ivan Lelley, der übrigens den Begriff "Mykotherapie" geprägt hat und eine Koryphäe auf diesem Gebiet ist, empfiehlt z. B. 6 bis 16 Gramm getrocknete Pilze pro Tag. Dabei hängt die Dosierung davon ab, ob der Shiitake vorbeugend oder bei der Behandlung von Krankheiten verwendet werden soll. Bei einer Ersttherapie gegen Krebs wird vorwiegend der Extrakt angewendet. Dabei wird die anfängliche Tagesdosis von 1 Gramm bis auf 3 Gramm erhöht. Wird auf Pilzpulver zurückgegriffen, liegen die Empfehlungen bei einer Tagesdosis von anfangs 3 Gramm, die dann bis zu 5 Gramm gesteigert wird. Soll der Shiitake bei schweren Erkrankungen zum Einsatz kommen, sollte die Dosierung aber unbedingt mit einem bewanderten Heilpraktiker besprochen werden.

 

Quelle: carna.shop