Heuschnupfen: Pollenallergie natürlich lindern #2

Im Frühling werden Allergiker wieder von Pollenflug und Heuschnupfen gequält. Die unangenehmen Symptome lassen sich mit natürlichen Mitteln lindern.

 

Der orthomolekulare Ansatz

Der othomolekulare Ansatz richtet sich vor allem auf die Stärkung des Körpers mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln. Dabei werden größere Mengen verschiedener Nährstoffe angewendet, um die Funktionen des Körpers zu unterstützen, Abweichungen zu korrigieren und den Stoffwechsel sowie das Immunsystem zu verbessern. Die Vitamine, Mineralstoffe und die Kräuter sind Immunverstärker und müssen dafür sorgen, dass das Abwehrsystem des Körpers dauerhaft stark bleibt. Manche dieser Mittel stärken die Nebennieren, damit der Körper einen Angriff durch Allergene besser abwehren kann. Andere Nährstoffe und Kräuter arbeiten als natürliche Antihistaminika und natürliche abschwellende Mittel (Dekongestiva). Andere lindern die Entzündung, die oft Allergien begleitet.

 

Die besten natürlichen Nahrungsergänzungen bei Allergien sind:

  • Vitamin C - natürliches Antihistamin (1.000 - 3.000 mg täglich)
  • Vitamin B 5 - bei Stress (bis 1.000 mg, 2 bis 3 Mal täglich)
  • CoQ10 - senkt das Histamin und stärkt das Immunsystem (60 mg, 3 - 4 Mal täglich)
  • Vitamin A - entzündungshemmend, immunverstärkend (10.000 IU 2 bis 3 Mal täglich)
  • AHCC (Active Hexose Correlated Compound) - immunverstärkend (500 mg täglich)
  • Vitamin B 12 - entzündungshemmend (1.000 µg täglich)
  • Omega-3-Fette - reduzieren allergische Reaktionen (1.000 mg täglich)
  • Quercetin - senkt die Histamin-Produktion (bis 2.000 mg täglich)
  • Vitamin E & Selen - Immunverstärker (400 IU täglich)
  • Traubenkernextrakt - Immunverstärker (100 mg, 2 Mal täglich)
  • Magnesium - entspannt die Bronchien (400 mg täglich)
  • Kalzium - stabilisiert die Mastzellen (1.000 mg täglich, nicht zusammen mit Magnesium einnehmen, weil dessen Aufnahme behindert werden kann)

 

Phytotherapie

Heuschnupfen ist eine Form der Allergie, bei der auch Heilpflanzen eingesetzt werden können, um die Symptome zu lindern und das Abwehrsystem zu stärken. Die meisten Heilpflanzen werden als sicher angesehen und können darum eine wichtige Ergänzung bei der Behandlung einer Allergie darstellen. Allerdings muss man beachten, dass für eine Reihe von Heilpflanzen Kontraindikationen bestehen, wenn bestimmte Medikamenten eingenommen werden:

  • Kanadischer Gelbwurz darf nicht bei Bluthochdruck angewendet werden
  • Süßholz darf nicht bei Diabetes, Bluthochdruck oder Leber- und Nierenfunktionsstörungen angewendet werden
  • Eibisch kann die Aufnahme von gleichzeitig eingenommenen Medikamenten verzögern
  • Echinacea sollte nicht bei Tuberkulose, Lupus oder multipler Sklerose angewendet werden.
  • Astralagus sollte nicht bei Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Morbus Crohn angewendet werden.

 

Folgende Heilpflanzen lindern häufig Allergie-Beschwerden:

 

  • Süßholzwurzel: Eine der beliebtesten Heilpflanzen. Fördert die Produktion bestimmter Hormone in den Nebennieren. Verringert Entzündungen und erhöht den Interferon-Spiegel, was die Bekämpfung von Viren unterstützt.
  • Sarsaparillawurzel (Smilax glyciphylla): Fördert die Blutzirkulation, was dem Abwehrsystem zugutekommt und stimuliert die natürliche Hormonproduktion.
  • Kanadischer Gelbwurz: Hält die Schleimhäute gesund, regelt den Stoffwechsel und Nebennierenprobleme, verstärkt das Immunsystem.
  • Perlmoos: Wirkt antiviral, entzündungshemmend und immunverstärkend
  • Ingwer: Lindert Schmerzen und stärkt das Immunsystem
  • Astragalus: Kann den Stoffwechsel beschleunigen und das Immunsystem stärken. Erhöht die Interferonproduktion im Körper.
  • Capsicum annuum (Arzneipaprika, Cayennepfeffer): Enthält viel Vitamin C. Unterstützt die Atemwege bei der Bekämpfung einer Infektion. Energiesteigernd. Kann als Schleimlöser angewendet werden. Natürliches Histamin.
  • Rosa Canina-Extrakt (Hundsrose): Wird bei Nebennierenproblemen angewendet und bei Erkältungen, Grippe und Fieber.

 

Heilpflanzen mit abschwellender Wirkung:

  • Eibischwurzel: Lindert die Reizung der verschleimten Atemwege und löst den Schleim.
  • Große Klette: Lässt die Atemwege abschwellen. Wird auch bei Erkältung und Halsschmerzen angewendet.
  • Kurkuma: abschwellend, schmerzlindernd, entzündungshemmend
  • Augentrost: Bekämpft Entzündungen der oberen Atemwege und der Augen
  • Brennnessel: Lindert Schmerzen, hemmt Entzündungen und wirkt immunstimulierend.
  • Rosmarin: Wirkt antibiotisch, entzündungshemmend in Mund- und Rachen, krampflösend, schmerzlindernd, durchblutungsfördernd.

 

Quelle: University of Maryland: Complementary and Alternative Medicine Guide: Allergic rhinitis

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